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      Sa 9.may, 20:30 shift-Salon
 
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Manuel Bonik, Robert Hoedicke, Oswald Wiener


Im Rahmen der Ausstellung "ENIAC" stellen Manuel Bonik, Robert Hödicke und Oswald Wiener ihr Buch "Eine elementare Einführung in die Theorie der Turing-Maschinen" (Springer-Verlag, Wien / New York) vor.

Die von Alan Turing in seinem Aufsatz "On Computable Numbers, With an Application to the Entscheidungsproblem" 1937 dargelegten automatentheoretischen Überlegungen waren maßgeblich für die Entwicklung des Computers und haben nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Der dort erstmals beschriebene Maschinentypus ist der mächtigste bekannte Formalismus; er umfaßt zum Beispiel die Menge aller Computerprogramme, vielleicht aber auch - das eine virulente philosophische Frage - die Menge aller Gedanken. So kommt der Theorie der Turing-Maschinen - etwa in der Künstliche-Intelligenz-Forschung - eine zentrale Rolle zu, wenn es darum geht, die Möglichkeiten und Grenzen von Computern und Menschen zu untersuchen.

Die Autoren versuchen, eine brauchbare Kenntnis der Automatentheorie (und ihrer Weiterungen in Logik, Computerwissenschaft und Alltag) auch solchen Lesern zu vermitteln, die den Umgang mit Formalismen nicht gewohnt sind. Bei Wahrung aller wünschenswerten Stringenz stützt sich die Darlegung auf Anschaulichkeit und Konstruktivität. Mitgelieferte PC-Software fördert den konkreten Umgang mit Automaten und gibt dem Leser unmittelbare Gelegenheit, eigene Maschinen-Entwürfe zu realisieren. Er erwirbt damit auch die Voraussetzungen für jede höhere Programmiersprache.


Manuel Bonik (* 1964 in Wertheim / Main) arbeitet als freier Autor und Künstler in Berlin. Er ist Herausgeber der Künstlerzeitschriften "schrift - für künstliche und künstlerische intelligenz" und "01".

Robert Hödicke (* 1963 in Berlin) studiert Mathematik an der Freien Universität Berlin und arbeitet als Programmierer. Er ist Mitbegründer der Berliner Computergraphikfirma "mental images".

Oswald Wiener (* 1935 in Wien) studierte verschiedene afrikanische Sprachen, Jura, Mathematik und Musikwissenschaften. Bis 1959 war er Mitglied der "Wiener Gruppe", 1969 veröffentlichte er "die verbesserung von mitteleuropa, roman". In den 70er Jahren betrieb er verschiedene Künstlerlokale in Berlin. Heute lebt er als Schriftsteller und Kommunikationstheoretiker abwechselnd in Deutschland und Kanada. Seit 1992 ist er Professor für Poetik und künstlerische Ästhetik an der Kunstakademie Düsseldorf. 1996 veröffentlichte er "Schriften zur Erkenntnistheorie" (Springer-Verlag). 1997 war er Teilnehmer der Kunst-Biennale in Venedig (http://wienergruppe.at).


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