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Exkurs: der [deutsche] Impulsgeber | Karlheinz Stockhausen |

"One of the most notable influences on the early German rock groups was the central figure of Karlheinz Stockhausen. As leader of the Darmstadt school, his influence on the electronic music field was immense. His experiments with electronic sounds were also influential on rock musicians further afield. His picture being one of those included on the cover of The Beatles' 'Sgt. Pepper' LP.
Fluxus artist like LaMonte Young, Jon Hassell and Tony Conrad from New York, were constant visitors to Germany. Conrad even went on to record an album with the German band Faust."
Pascal Bussy

Stockhausen Stockhausens Einfluss auf diese Generation junger Musiker ist unbestreitbar. Er aeusserte sich jedoch eher im Sinne einer Initialzuendung des radikalen Denkens und Experimentierens - weniger in der eigentlichen Musik.

Jeder Ton, jeder Klang, jedes Geraeusch konnte zur Musik werden - keine selbstverstaendliche Erkenntnis - insbesondere für Musikstudenten.

Holger Czukay und Irmin Schmidt von CAN waren seine Schueler und auch Ralf Huetter, Florian Schneider und Karl Bartos von Kraftwerk studierten seine Werke.

"...Dann dachte ich 'Ich bin kein geborener Jazz-Musiker. Das ist nicht meine Welt'. Also wer blieb uebrig? Nur Stockhausen - die faszinierendste Figur. Er lud all diese anderen Komponisten wie John Cage nach Berlin ein (1962). Sie gaben Konzerte und sprachen ueber ihre Ideen. John Cage war unglaublich. Fuer einige Monate war es eine Konzentration der wichtigsten Komponisten der Welt und ich bekam tiefe Einsichten in ihre Arbeit."
Holger Czukay [CAN]

Doch Stockhausens kompositorische Strukturen fanden zunaechst kaum Eingang in die Musik von CAN oder Kraftwerk. Es war sein radikaler Bruch mit musikalischen Traditionen, wie sie in 'Kontakte' und 'Hymnen' stattfand - (letzteres zerlegte die deutsche u.a. Nationalhymnen in ihre Bestandteile) - welche Czukay, Huetter & Co. zum Verlassen der eigenen musik-akademischen Bahnen ermutigte.
"Ich habe mir dann selbst neue Klänge hergestellt, weiterverarbeitet, transformiert und in Koeln angefangen, mit einfachen Sinusschwingungen Spektren zusammenzubauen.
Ich habe reine Toene uebereinander kopiert und dadurch neue Klaenge komponiert. Das hat sich in den letzten 50 Jahren natuerlich enorm entwickelt."
Karlheinz Stockhausen
Stockhausen im WDR Studio Das Aufloesen traditioneller kompositorischer Ordnungen zugunsten einer Konzentration auf den KLANG an sich, sowie seine Nutzung des WDR Studios fuer elektronische Musik als einem Kompositions- INSTRUMENT an sich, waren Stockhausens entscheidende Impulse.

Und im Ein-'klang' mit den sich abzeichnenden Studentenbewegungen strebte man nach einer Befreiung des Klangs aus den als einengend empfundenen Zwaengen herkoemmlicher, akademischer Musik-'Produktion'.

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